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Vom Bauernsohn zum Unternehmer

Die Wurzeln des Unternehmens reichen bereits Jahre vor deren Firmengründung im Jahre 1995 zurück.
Walter Windegger, als Ältester am elterlichen Bauernhof, war mit den verschiedenen Arbeiten in der Landwirtschaft von klein auf vertraut. Er erkannte das Erfordernis, den großen Arbeitsaufwand durch den Einsatz einer geeigneten Maschine zu erleichtern und zu beschleunigen.
Im Jahr 1988 begann er mit Freunden in Tscherms die Maschinen „Luan I“ und „Luan II“ zu entwickeln. Diese wurden vom italienischen TÜF (ISPESL) begutachtet und freigegeben.
 
Windegger Geschichte Luan
 
„Wir haben bevor der Inspekteur kam, der uns die Kollaudierung der Maschine abnehmen musste, 3 Tage ununterbrochen durchgearbeitet. Abwechselnd hatten wir uns kurz zum Schlafen hingelegt und anschließend wieder weitergearbeitet; geschweißt, geschraubt, abgeändert, geschwitzt und fast verzweifelt. Die Maschine wurde buchstäblich in letzter Sekunde fertig. Als der Inspekteur kam waren wir mehr als nur aufgeregt. Der letzte Test war das Durchschneiden der Hydraulikschläuche, denn die Maschine musste bei einem eventuellen Öldruckverlust in ihrer Position verharren ohne zusammenzuklappen. Ich hatte mich als ‚Versuchskaninchen’ zur Verfügung gestellt, der während des Tests auf der Arbeitsbühne sein musste. Als der Kollege die Schläuche durchschnitt, spritzte das Öl nur so heraus und traf den Inspekteur an seinem gesamten Anzug. Der hat ausgesehen! Alles ging gut. Die Maschine regte sich nicht und wurde schließlich kollaudiert. Das Witzige dabei: Wir hatten die Maschine zuvor noch nie ausprobiert! So eine verrückte Zeit!“ Walter Windegger.
 
Windegger Geschichte Prototyp Hebebühne
 
Im Jahr 1992 wurde Walter Windegger vom Südtiroler Beratungsring die Leitung der Sprühgeräteprüfstelle anvertraut. Dafür wurde ein leerstehendes Betriebsgebäude in der Zollstraße in Niederlana angemietet.
1995 wurde nach dem Ankauf eines Teils des Margesin-Geländes in der St.-Florian-Gasse in Lana die Einzelfirma des Walter Windegger in die Gesellschaft „Windegger Walter & Co. KG“ umgewandelt.
Der rasche Einzug der niederen Bäume im Südtiroler Apfelanbaugebiet und der damit steigende Arbeitsaufwand bei der Pflege der Bäume brachte eine neue Herausforderung im Maschinenbau mit sich. Daher konstruierte Walter Windegger ab 1995 die dieselmotorbetriebene Hebebühne des Modells K6, die von 1997 bis 2005 produziert und verkauft wurden.
Walter Windegger war immer nach der Suche nach neuen und besseren Lösungen für seine Kunden. Für die vielen kleineren Landwirtschaftsbetriebe wurde ein kleineres Modell, entwickelt. Zur K7, dem Nachfolgemodell der K6 gesellte sich 1999 die kleinere K4 dazu. Nach und nach lösten Elektromotoren die Dieselmotoren ab, seitdem tragen die Maschinen das Kürzel „e“ in der Modellbezeichnung. Bereits bewährt hat sich das Kistentransportgerät „neo“, für welches es mittlerweile verschiedene Ausführungen gibt.